Wahlen11: Titelwahl der Facebook-Seite

8 Mai

Wie ich im ersten Post geschrieben habe, bin ich der Meinung, dass jeder Politiker, der ernsthaft für ein Amt kandidiert, eine Facebook-Seite benötigt.

Auslöser für diese Serie von Blogposts war ursprünglich der Name von Facebook-Seiten. Es gibt hier verschiedene Varianten, die ich sehe. Und viele, die es meines Erachtens falsch machen. Meine Meinung: der Seitename sollte nur aus Vorname und Name bestehen. Jegwelche Zusätze wie „in den Nationalrat“ oder ähnliches sollten weggelassen werden. Die Gründe:

1. Die Seite handelt vom Politiker. Es geht um seine Person, die ich unterstützen will. Die Zusätze tönen zu sehr nach plumpem Wahlkampf. A la: er will gewählt werden, darum ist er jetzt auf Facebook. Das ist das falsche Signal. Er sollte auf Facebook sein, weil er sich für seine Unterstützer interessiert, den Dialog und ehrliches Feedback sucht. Egal, für was er gerade kandidiert. Als unpersönliche Wahlkampf-Linkschleuder nützen Facbeook-Seiten nicht viel, da kann man es gleich sein lassen.

2. Der Titel von Facebook-Seiten kann, falls mehr als 100 Unterstützer gesammelt wurden, nicht mehr ohne Weiteres geändert werden (es gibt Möglichkeiten, doch das ist kompliziert und dauert lange). Der Nichtgewählte, der im 2012 wieder für den Kantonsrat kandidieren will, kann dann eine neue Seite mit neuen Unterstützern aufbauen. Auch der Gewählte will vielleicht nach der Wahl mit seinen Unterstützern im Optimalfall in Kontakt bleiben. Ein „in den Nationalrat“ ist dann nervig, zeitraubend und wieder wird der ganz plumpe Wahlkampf entlarvt. Nachhaltigkeit gleich Null.

3. Wenn ich schaue, wie es andere machen, liege ich mit meiner Meinung wohl nicht so falsch. Wenn ich die Richtschnur Barack Obama nehme, promoted er auch eine Seite „Barack Obama„. Die verwendet er seit Beginn und baut so kontinuierlich sein Netzwerk auf. Ob jetzt 2008 oder 2012.

4. Mentions: es ist möglich, in Posts direkt auf die Facebook-Page zu verlinken. Zurzeit ist noch die Eingabe des @-Zeichens nötig. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass wir wie bei einem persönlichen Profil die Sache bald auch ohne @-Zeichen realisieren können. Die Verlinkung einer Page in einer Statusnachricht kann also für die Verbreitung der Seite vorteilhaft sein. Beispiel: Es sieht einfach schlecht aus, wenn eine Statusmeldung so aussieht:

Heute mit Heiri Müller in den Nationalrat über Zuwanderung diskutiert.

Schlussfolgerung: Der Seitentitel besteht nur aus dem Vornamen und dem Nachnamen. Fertig.

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