Zu den angeblichen Verlusten der SVP Thurgau

17 Apr

In den Medien wird die SVP gerne als Verlierer-Partei gebrandmarkt. Minus 10 Mandate (von 51) im Thurgau – das klingt nach einer erdrutschartigen Niederlage. Wenn man jedoch Umstände und Zahlen betrachtet, relativiert sich der Verlust drastisch.

Die SVP Thurgau hat stets Wähleranteile zugewonnen. Im Jahre 2004 war man mit 32% Wähleranteil auf einem Höhepunkt. Auch die Polit-Kommentatoren haben prophezeit: Der Zenit ist erreicht, mehr ist kaum möglich. Ende 2007 wurde Bundesrat Blocher abgewählt, was zu starken Solidaritätsbekundungen zugunsten der SVP geführt hat. Das Resultat waren ausserordentliche Grossratswahlen 2008: 35.8% Wähleranteil (+3.8%) und 51 Mandate. Es war uns allen klar, dass die Vorzeichen im 2012 anders sind. Das Resultat ist bekannt: 30.5%. Ich finde das persönlich, den Umständen entsprechend, ein gutes Resultat. Es liegt nur leicht unter dem Ergebnis von 2004 (-1.5%).

Für die SVP Thurgau kann ich der „Niederlage“ sogar etwas Positives abgewinnen. Jeder hat realisiert, dass sich nur Leistung auszahlt und für Erfolg grosse Arbeit nötig ist. Im Schlafwagen, nur weil wir die SVP sind, werden wir nicht gewählt. Und das ist gut so. Es braucht den harten Einsatz zugunsten der Bevölkerung. Ich weiss, dass wir diesen auch in den nächsten vier Jahren leisten werden. Wir müssen Probleme schonungslos ansprechen und Lösungen bieten. Das ist die richtige Grundlage für die Wahlen 2016.

Die Messlatte von 35.8% ist gesetzt. Ich werde alles daran setzen, dass wir dieser Marke im 2016 wieder näher kommen.

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