Leserbrief: Initiative war einzige Lösung

13 Okt

Als Antwort auf den Artikel „Mit ungewohnt leiser Stimme“, erschienen in der ThurgauerZeitung vom 10. Oktober.

Erfreulich ist, dass auch CVP-Gemeinderat Stefan Geiges bezüglich Stadtratslöhne feststellt, dass die Löhne „eindeutig zu hoch“ seien. Der Vorwurf, wir seien mit unserer Initiative „200 000 Franken sind genug“ unanständig, muss jedoch vehement zurückgewiesen werden. Bis jetzt konnte uns niemand sagen, wie wir anders hätten vorgehen sollen. Die schwache Unterstützung von Geiges Kompromissantrag im Gemeinderat (drei Stimmen inkl. meiner eigenen) sollte eigentlich genug deutlich zeigen, dass ohne Initiative dieses Thema nie und nimmer angepackt worden wäre. Die Kompromissbereitschaft des Gemeinderates ist in dieser Frage nicht vorhanden. Der Gemeinderat will mit dem Gegenvorschlag denn auch nicht die Löhne senken, sondern die Initiative verhindern. Das wurde durch die Voten im Gemeinderat deutlich. Dass auch Gemeinderat Geiges darüber nicht glücklich ist, ist sympathisch. Ein Ja zur Initiative wäre die logische Konsequenz. In unserem direktdemokratischen Land ist das Lancieren einer Initiative übrigens das Normalste der Welt und kein „Aufbauen von Fronten“. Das ist eine sachliche, politische Auseinandersetzung, wie wir sie in der Schweiz seit Jahrhunderten kennen.

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