Leserbrief: Einheitskasse bringt keine Einsparungen

11 Aug

Mit der Initiative „für eine öffentliche Krankenkasse“ will die Linke unser Gesundheitswesen grundlegend umkrempeln. Mit der Schaffung eines zentralen, bürokratischen Molochs wird dem Stimmvolk sinkende Kosten versprochen. Fakt ist, dass die Verwaltungskosten bei den Krankenkassen mit rund 5.6% bereits sehr tief sind. Die Verwaltungskosten der staatlichen Versicherungen IV (6.6%) oder der Arbeitslosenversicherung ALV (9.2%) sind um einiges höher. Die Verwaltungskosten der Krankenversicherungen sind zudem seit 2006 stark gesunken. Das ist nur dank Wettbewerb möglich. Obwohl in der selben Zeit das Gesundheitswesen immens gewachsen ist. Und genau da liegt das Problem: Nämlich bei der Kostensteigerung bei den Leistungserbringern. Die Einheitskasse setzt jedoch nicht dort bei den eigentlichen Kostentreibern an, sondern bei der dank Wettbewerb jetzt schon effizienten Verwaltung. Die Einheitskasse bringt eine 2 Milliarden Franken teure Systemumstellung, keine Senkung der Gesundheitskosten und mehr Bürokratie. Aus diesen Gründen lehne ich die Einheitskasse am 28. September ab.

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