Bericht aus dem Gemeinderat: Abwärme der Kunsteisbahn und Einbahn-Verkehrsführung

14 Jan

Die Sitzung vom 14. Januar stand im Zeichen von zwei Traktanden: Der Gewährung eines Nettokredits von 1,1 Mio. Franken für die Nutzung der Abwärme der Kunsteisbahn und einer Motion betreffend „Konzept für eine Einbahn-Verkehrsführung in der Frauenfelder Innenstadt“

Gewährung eines Nettokredits von 1,1 Mio. Franken für die Nutzung der Abwärme der Kunsteisbahn

Der Stadtrat beantragte einen Nettokredit von 1,1 Mio. Franken zugunsten einer zusätzlichen Nutzung der in der Kunsteisbahn anfallenden minderwertigen Abwärme (Anergie). Diese soll zukünftig mittels Wärmepumpen „veredelt“ und zur Wärmeversorgung der Kunsteisbahn, der Zivilschutzbasis und der Unterkunft Hummelstrasse, der Turnfabrik sowie der Schwinghalle genutzt werden. Die Expertenberichte kommen dabei zum Schluss: Die Anlage kann nicht wirtschaftlich betrieben werden. Trotz Subventionen für erneuerbare Energien kann die Anlage nie amortisiert werden. Für mich besteht überhaupt keine Dringlichkeit für diese Investition. Wenn wir etwas für das Klima tun wollen, können wir anderorts bedeutend mehr erreichen als mit dieser unwirtschaftlichen Anlage. Es verteuert nur die Energiekosten der jetzt schon teuren Eisbahn. Wir werden das dann in der laufenden Rechnung wieder sehen und dann keinen Einfluss mehr nehmen können. Ich habe den Kredit daher abgelehnt, der Rat hat diesem Kredit . Der Vorlage wurde mit 33 Ja-Stimmen gegen 2 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen zugestimmt.

Motion betreffend „Konzept für eine Einbahn-Verkehrsführung in der Frauenfelder Innenstadt“

Nachdem der Kanton dem stadttätlichen Vorschlag zur innerstädtischen Verkehrspolitik eine Abfuhr erteilt hat, soll jetzt etwas nächstes „probiert“ werden. Und so sind auch die Argumentationen der Befürworter: Kaum jemand glaubt an die Wirksamkeit einer Einbahn-Lösung, trotzdem wollen viele ein Zeichen setzen, dass einfach „einmal etwas gemacht“ wird. Dass dafür schätzungsweise Fr. 80’000.- Steuergelder verplant werden, scheint niemanden zu stören.
Ich habe diese Motion nicht für erheblich erklärt und das Ansinnen abgelehnt. Bei der Einführung eines Einbahn-Regimes würden kaum zwei Spuren in die selbe Richtung geführt, weil ansonsten Rückstaus bei der Zurückführung auf eine Spur entstehen würden. Somit bedeutet Einbahn: Reduktion der Strassenfläche um die Hälfte mit der selben Anzahl Fahrzeuge. Wieso das eine Entlastung geben soll, konnte noch niemand plausibel erklären. Der Antrag des Stadtrats wurde mit 33 Ja-Stimmen gegen 5 Nein- Stimmen und 0 Enthaltungen angenommen.

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